Kategorie: news

  • Seniorenausflug 2025

    5. Juli. Bei Nässe und Kälte starteten wir vollzählig (niemand hat sich wegen des Schlechtwetters abgemeldet) unseren Ausflug in den Pinzgau, der uns zunächst zum malerischen Hochtal von Maria Kirchental führte. In der Wallfahrtskirche, dem „Pinzgauer Dom“, erklärte uns eine Freude ausstrahlende Ordensschwester (zugehörig der Marianischen Ordensgemeinschaft von der „Oase des Friedens“), Sr. Maria Dulcissima, die Legende der Entstehungsgeschichte von Maria Kirchental mit der Besonderheit der Marienstatue: Berichte von wundersamen Begebenheiten, dass eine von der Pfarrkirche St. Martin entfernte Muttergottesstatue mit traurigem Blick zum Gebirge hin weine, veranlasste Erzbischof Graf Thun seinen Hofbaumeister Johann Fischer v. Erlach mit der Planung für eine Kirche an diesem Ort zu beauftragen. 1701 wurde diese Kirche eingeweiht und verliert bis heute nicht an Anziehungskraft. Es ist auch eine Besonderheit der aus Holz geschnitzten Marienstatue aus dem späten 15. Jh., dass das Jesuskind am Schoß der Mutter in seiner Rechten einen Stieglitz hält. Deshalb wird diese Statue auch die „Stieglitzmadonna“ genannt. Nach mittelalterlicher Auffassung ist der Stieglitz ein Symbol für das Leiden, denn der Stieglitz ernährt sich auch von Disteln und Dornen. So ist im kleinen Kind mit dem Stieglitz das Erlöserleiden symbolisiert, von dem sich die Pilger angesprochen fühlen können, deren Sorgen und Leiden gleichsam hierher zu bringen. Sr. Dulcissima steuerte eine weitere Erklärung dazu bei, was der Vogel in der Hand des Jesuskindes noch bedeuten könnte,

    indem sie auf eine Bibeltextstelle (Mt 6,26) verwies, wo es heißt: „Schaut auf die Vögel, die säen nicht und ernten nicht…, doch ernährt sie unser himmlischer Vater“. Damit könnte auch ausgesagt sein, dass wir – so wie wir sind – zur Gottesmutter kommen können, um unsere Sorgen vorzubringen und auf ihre freundschaftliche Verbindung vertrauen und auf den Schutz des himmlischen Vaters hoffen dürfen, wie er auch die Vögel, einfach weil sie da sind, ernährt. Mehr als 1500 Votivtafeln (Österreichs größter Bestand) zeugen von vielfältigen Anliegen, in denen die Muttergottes von Kirchental angerufen wurde und wird. Sr. Maria Dulcissima hat mit ihrer berührenden Art aus ihrem Leben erzählt und uns mit der Schilderung der Entstehungsgeschichte von Maria Kirchental einen neuen Zugang zur Marienverehrung vermittelt, sie hat mit uns gesungen, mit der Orgel begleitet und für unsere weitere Fahrt einen Beschützersegen erbeten.

    Die weitere Station war das Bergbau- und Gotikmuseum Leogang, wo uns der neue Museumsleiter eigens willkommen hieß und uns eine Führerin zuteilte, die uns in die aktuelle Sonderausstellung führte mit berühmten farbenschönen Glasfenstern aus dem 14. Jahrhundert, die ursprünglich in der Kirche St. Lorenzen in Katsch (steir. Katschtal) ihren Platz hatten. Sodann konnten wir in der Geistlichen Schatzkammer gotische und romanische Marienskulpturen sowie themenbezogene Leihgaben aus Privatsammlungen sowie einen Kelch mit der frühesten Darstellung des Salzburger Landeswappens bestaunen. Anschließend speisten wir vorzüglich in der Knappenstube „Unterberghaus“ beim Schaubergwerk im Leontal bei Leogang zur Zufriedenheit aller.

    Trotz des weiter anhaltenden Regens fuhren wir nach Weißbach b. Lofer, wo wir mit dem Bergtaxi über den Dießbach-Stausee zu den Kallbrunnalmen gefahren sind. Im weitläufigen Almgebiet, das mehrheitlich zu Bayern gehört, gibt es 30 Almen (16 gehören Bauern in Bayern und 14 Pinzgauer Bauern), auf denen über 350 Kühe weiden. In der Jausenstation Kallbrunnalm wurden wir freundlich empfangen, zum Glück hatte der Hüttenwirt den Kachelofen eingeheizt, wo wir Kaffee mit Kuchen und allerlei mehr konsumieren konnten. Vor der Abfahrt hielten wir in der Käsehütte auf der Alm Halt und haben uns mit bekömmlichen Bergkäsesorten eingedeckt. 
    Plangemäß ging es heimwärts, wonach sich die Regenwolken lichteten und blaue Flecken am Horizont sichtbar wurden; so machte sich ein klein wenig eine Wehmut breit, dass wir ausgerechnet bei denkbar schlechten Wetterbedingungen unterwegs waren. Trotzdem war es schön, dass dieses Pech doch alle mit Humor aufgenommen haben, denn die Eindrücke im Laufe dieses Tages und das frohstimmende Gemeinschaftserleben überwiegten und haben einen bemerkenswerten

    Nachhalleffekt bei allen ausgelöst und hinterlassen.

  • Teilnahme am Salzburger Stadtfest

    Am 28.Juni hatten wir am Alten Markt zwei Gesangsauftritte unter dem Dirigat unserer Chorleiterin. Unsere Liedauswahl wurde bejubelt, wenngleich einige Zuhörer bemängelten, dass nicht der ganze Alte Markt mit unseren Stimmen ertönte. Unter freiem Himmel ohne Lautsprecher zu singen, geht halt nicht anders. Aber die, die uns gehört haben, waren voll des Lobes, was auch die Bitten nach Zugaben ausgedrückt haben. Diesen Bitten sind wir freilich nachgekommen.

    Zusätzlich zu unseren Gesangsauftritten gab es auf Vorschlag unseres Obmannes im Sternbräu sowohl am 28. als auch am 29.Juni einen Sing-Talente-Test, den unsere Chorleiterin durchgeführt hat. Die Geschäftsführung des Sternbräus zeigte sich überrascht, einen welch großen Zuspruch dieses Angebot ausgelöst hat. Unsere Chorleiterin hat den Probanden jeweils nahegelegt, sich zur Förderung der getesteten Stimmqualitäten dem Kärntner Chor anzuschließen.

  • Auftritt im Heckentheater/Mirabellgarten

    Aufgrund der unsicheren Wetterlage fand unser geplanter Auftritt am Freitag 27.Juni im Heckentheater in der Wolf Dietrich-Halle des Schlosses Mirabell unter der Leitung von Peter Gugganig in Vertretung unserer Chorleiterin statt. Mit uns gestaltete die Volkstanzgruppe Jung-Alpenland mit ihrer Tanzlmusi das abendliche Programm. Unser Chor vermittelte mit den dargebotenen Liedern das Charakteristische des Kärntnerliedes. Denn Kärntnerlieder besingen die heimischen Landschaften und es berühren sehnsuchtsvolle Liebeslieder die Herzen. Indem Sehnsucht immer auf Liebe und Heimat zielt, haben wir in mehreren Blöcken typische Liebeslieder und Verklärungen an die Heimat erklingen lassen. Unsere Liedfolgen wurden abgewechselt von unterschiedlichen Tanzeinlagen der Volkstanzgruppe Jung-Alpenland, die mit den variationsreichen Tänzen viel Schwung und Stimmung hereingebracht haben. Das zeigte sich auch im Mitklatschen der Zuhörer und am Schluss durch das Mittanzen der Anwesenden. Es war spürbar, dass gemeinsames Singen und Tanzen die Kultur am Leben hält und zur Stärkung der Identität und des heimischen Bewusstseins dient. Die Zuhörer waren von den jeweiligen Darbietungen voll begeistert. Nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen haben diese einmalige Atmosphäre voll Frieden und Freude genossen. Wir beendeten unseren Auftritt mit einem slowenischen Trinklied auch aus Vorfreude auf unser nachfolgendes Beisammensein im vormaligen Stieglkeller, dem nunmehrigen Imlauer an der Rainerstrasse.

  • Chorfestival “Feuer&Stimme“ in St. Michael/Lungau

    Eine Abordnung unseres Chores hat sich am 13.-15.Juni am internationalen Chorfestival in St. Michael beteiligt. Unter dem Dirigat unserer neuen Chorleiterin fand unser Hauptauftritt in der Pfarrkiche von St. Michael statt. Zuvor haben wir schon am Eröffnungstag im Rahmen der Vorstellung aller teilnehmenden Chöre aufgesungen und auch tags darauf nach der Bergmesse am Katschberg fanden unsere Lieder in der Einkehrhütte breiten Anklang. Schelmische Zungen behaupteten zwar, dass wir dank unserer Chorleiterin so viel Aufsehen ernteten, es darf aber in aller Bescheidenheit ausgesagt werden, dass unsere gesanglichen Darbietungen allseits mit viel Lob quittiert wurden. Die Begegnung mit anderen Chören war sehr anregend und bereichernd und die gegenseitige neidlose Wertschätzung war durchgängig spürbar. Die Stimmung war rundherum großartig, immer war Begeisterung dabei und es fand das Chorsingen zu einer neuen Blüte, die besonders ein steirischer Männerchor stilisierte, indem sie das Singen mit speziellem Wortwitz verknüpften. Einhellig fanden alle Beteiligten, dass das mehrtägige Chorsingen wohltuend erlebt wurde und alle SängerInnen in den Kontakten zueinander so richtig aufblühten. Offenbar geht dieser Kontakt beim Chorsingen besonders tief, vielleicht deshalb, weil man Teil eines größeren Ganzen ist und jeder gleich viel wert ist. Und beim Chorsingen geht es ja auch um die gleichen wesentlichen Erfahrungen wie im Leben:

    – Man muss sich selber hören und sich dabei selbst mögen

    – Man muss auf die anderen hören und sie wahrnehmen und das gezielt tun

    – Und man kann gemeinsame Erlebnisse bewirken, die man allein nie bewerkstelligen kann.

    Dieses Geheimnis des Chorsingens wird erst erlebt, wenn andere Chöre in diese gegenseitige Wahrnehmung einstimmen und so mitwirken, dass das gemeinsame Singen alle näherbringt. Deshalb ist das Chorfestival in St. Michael immer ein Erlebnis.

  • Kärntner Faschings-Gschnas 2025

    Am 22.2. hat im nahezu überfüllten Lainerhof (zeitweilig war es schwierig, sich einen Sitzplatz zu ergattern) unser Faschings-Gschnas-Tanzabend eine Hochblüte erfahren. Auf unsere Ankündigung, dass Masken erwünscht sind, kamen 99% der Besucher verkleidet. Häufig gehen Hypothesen über Maskierungen davon aus, dass man mit einer Verkleidung in eine andere Identität schlüpfen will und mitunter eine neue Kompetenz ausprobierend erfahren will, die einem im wirklichen Leben fehlt bzw. von der man insgeheim träumt. Nicht so bei uns, denn es gab bei uns durchwegs realistisch anmutende Verkleidungen, die spiegelbildlich dem Alltagsleben ganz unterschiedlicher Sozialschichten entlehnt waren mit z.T. ausgefallenem Erscheinungsbild verbunden mit Einfallsreichtum, Witz, Kreativität und Farbenfröhlichkeit. So haben die Buntheit der Gewänder und die originellen Eigenkreationen (z.B. die kunstvolle Aufmachung von Viktor Leitgeb als Vogelhändler oder das edle Styling des Ehepaares Kogler) den Saal voller Lebendigkeit erstrahlen lassen. Was aber darüber hinaus als Strahlkraft auf den Saal und über die gesamte Veranstaltungszeit (19-1Uhr) wirkte, war die durchgängig bestehende fröhliche Stimmung, von der alle Besucher auf ansteckende Weise angereichert waren. Im Gefolge unserer Daniela Glantschnig kam eine Gruppe junger Besucher, die zusätzlich einen Schwung in die Tanzgesellschaft brachten und zu einer guten Mischung unter den Tanzbegeisterten beigetragen haben.Es war rundherum das Spaßhafte, das Zwanglose und das Gefühl der Lockerheit, des Schwungvollen und in den Bewegungsabläufen ein freiheitsliebendes Auftreten deutlich spürbar und sichtbar. Die gute Stimmung wurde schon zu Beginn eingeläutet durch eine rhythmisch ansteigende Auswahl von Liedern unseres Chores und später durch eine schwungvolle Tanz-Darbietung unseres Gast-Vereins, dem der „Lustigen Salzburger“, die einen Boarischen, einen Walzer und eine Polka aufs Tanzparkett hinlegten, so dass daraufhin alle Anwesenden zum Selber-Tanzen angestachelt wurden, was dann auch pausenlos geschah. Zwischendurch gab es dann noch eine weitere Sing-Einlage unseres Chores mit typischen Kärntner Liebesliedern, wozu uns unsere neue Chorleiterin zur Hochform stilisierte. Als Gäste von anderen Vereinen kamen u.a. eine Abordnung des Volksliedsingkreises und der Brauchtumsgruppe Salzburg-West, was uns besonders freute, weil es ein Anliegen von uns ist, die Kontakte zu anderen Vereinen zu fördern. Unser Ein-Mann-Musikant Franz Wöginger bewirkte mit seiner geschickten Auswahl von Liedern und Tanzmusikstücken, dass alle Anwesenden fast ununterbrochen dazu tanzen wollten. Den Saal im Lainerhof schmückte faschingsgerecht unsere Monika Gugganig, für die Kulinarik sorgte sich auf bewährte Weise Gundi Guggenberger, über den Saal und die Schank wachte Peter Gugganig und ihm zur Seite Peter Santner. Beide waren bei der Getränkeausgabe so flink, sodass niemand lange auf sein Getränk warten musste. Uschi Gritsch kümmerte sich um die Dessert-Ausgabe, Anita Schönauer und Ernst Karl übernahmen unter der Regie von Gundi den Küchen- und Saaldienst, Manfred Moosleitner, Viktor Leitgeb und Josef Guggenberger schauten darauf, dass jede Dame zu einem Tanzpartner kam, indem sie auf charmante Weise die Rolle von Tanz-Animatoren übernommen haben. Das Wichtigste an diesem Abend war die großartige Stimmung, die Heiterkeit und die Begeisterung, die von alle so herzlich ausgegangen sind, die breite Zustimmung zur Musik und vor allem die beeindruckende Bereitschaft des genannten Teams, mit der auf selbstverständliche Weise mitgeholfen wurde, dass unsere Veranstaltung so ansprechend, so erheiternd und so überaus erfolgreich ablaufen konnte.

  • Feier zum 80er unseres Obmanns

    Am 7.Dezember feierte unser Chor mitsamt den Vorstandsmitgliedern den 80igsten Geburtstag unseres Obmanns. Die Obmannsgattin Daniela hat dazu seine Töchter, Geschwister, Freunde und Weggefährten eingeladen. Unserem Obmann zu Ehren hat auch der Herr Erzbischof Dr. Franz Lackner an dieser Feier teilgenommen. Die Obmannsgattin hat mit bewegenden Worten die für sie schätzenswerten Persönlichkeitszüge ihres Mannes skizziert und hat ihre Ansprache mit der berührenden Aussage beendet, dass es für sie eine Ehre ist, Christofs Gattin zu sein. Hauptredner an dieser Feier war der bekannte Gerichtspsychiater Univ.Prof. Dr. Reinhard Haller, mit dem unser Obmann seit über 45 Jahren beruflich und freundschaftlich verbunden ist. Prof. Haller würdigte unseren Obmann als Wissenschaftler, Therapeut und als Menschen anhand von zwölf treffend beschriebenen Eigenschaften. Primar Dr. Anton Heiser hat als ehemaliger ärztlicher Leiter der Privatklinik Wehrle-Diakonissen, wo unser Obmann nach wie vor tätig ist, das Wort ergriffen und Christofs beruflich wertvollen Einsatz für die Klinik hervorgehoben. Unser Chronist Dipl.Ing. Helmuth Kogler hat im Namen des Chores und des Vereins unserem Obmann gedankt für seine Verdienste um unsere Gemeinschaft und hat ihm zum Dank Gutscheine für die Festspiele und für die Kulturvereinigung überreicht, die von allen Chormitgliedern gesponsert wurden. Die amerikanische Opernsängerin Charlotte Pistor hat für unseren Obmann Opern- bzw. Operetten-Arien und Musical-Liebeslieder gesungen und wurde dabei am Klavier schwungvoll begleitet von der Korrepetitorin der Universität Mozarteum Dozentin Lenka Hrba. Zwischendurch hat unser Chor Kärntner Lieder gesungen und eine Geburtstags-Litanei aufgeführt, die pointenreich auf Christof zugeschnitten war. Als Ansänger dieser Litanei fungierte unser geschätztes Vereinsmitglied HR Dr. Josef Guggenberger, der auch zusammen mit seiner Frau die Litanei-Texte erstellte. Alle Mitfeiernden waren von dieser Feier, die einen begeisternden Nachhall auslöste, sehr angetan.

  • Legendäres Ritschert-Essen

    Unser Ehrenmitglied, Gretl Emich, die „Grande Dame“ unseres Vereins, hat anlässlich ihrer 60-jährigen Vereinszugehörigkeit am 4.November zum Ritschert-Essen eingeladen und damit eine von ihr über viele Jahre gepflogene Tradition aufleben lassen. Trotz ihrer aktuellen Schmerzen nach einem Sturzereignis und trotz der Mühsal, die naturgemäß ihr stattliches Alter mit sich bringt, wollte sie uns noch einmal dieses allseits beliebte Ritschert-Essen ermöglichen. Dieses Angebot von Gretl wurde freudig bejubelt, wohl wissend, welche Aufwendungen damit verbunden sind, zumal es auch einige Organisations-Hindernisse zu bewältigen galt. Selbst wenn es nach Gretls Aussagen das letzte Mal war, dass ein Ritschert-Essen in dieser Form von ihr organisiert wurde, so haben alle Teilnehmer an diesem legendären Ritschert-Essen die Benennung „das letzte Mal“ geflissentlich überhört – zu sehr war neben der Hoffnung auf eine Neuauflage im Vordergrund die Wertschätzung gegenüber Gretl, dass sie uns dieses Genuss-Erleben ermöglichte. So wurde die Würdigung ihres Engagements ehrend und dankend zum Ausdruck gebracht.
    Entscheidend mitgeholfen haben bei der Vorbereitung und Durchführung dankenswerter Weise Uschi mit Erwin und Lore mit Gerhard.

    Zur Erklärung: Ritschert ist ein typischer alpiner Eintopf mit Feuerbohnen, Rollgerste und Selchfleisch. In Slowenien wird es „Ricet“ bezeichnet. Erstmals schriftlich erwähnt wurde das Ritschert im 15. Jahrhundert von einem italienischen Juristen, der es bei einem Essen im Gailtal genoss.

  • Vereinsausflug 2024

    Am 21./22.September führte uns der diesjährige Ausflug ins Rosental und das bei herrlichem Wetter. Unsere erste Station war die dreischiffige gotische Wallfahrtskirche Maria Elend, die einen schönen barocken Hochaltar und im Südschiff einen spätgotischen Flügelaltar mit zartem ornamentalen Schnitzwerk aufweist. Dort haben wir einige Lieder erklingen lassen. Anschließend besichtigten wir das liebliche Renaissanceschlösschen Ebenau in Weizelsdorf, das als Kunstgalerie geführt wird, worin zeitgenössische Kunst und im Schlosspark Holz- und Stein-Skulpturen ausgestellt werden. Sodann führte uns die Reiseroute ins abgeschiedene Bodental, wo wir im gastfreundlichen Familienbetrieb Sereinig großartig bewirtet wurden. Nach dem reichhaltigen Menü ging es weiter zur Hollenburg, wo an diesem Tag von der Besitzerfamilie eigens für uns die Burgtore geöffnet wurden. Wir konnten einen 80m langen gedeckten Aufgang mit mächtigen Gewölben (zum Teil Zugbrücke), den fünfeckigen Renaissance-Arkadenhof mit Römersteinen besichtigen, wir konnten auf der Terrasse (Söller) den großartigen Panoramablick über das ganze Rosental bewundern sowie die romanische Kapelle mit einem gotischen Freskenzyklus bestaunen. Der Burgherrin, der Gattin vom Burgeigentümer, Univ.Prof. Dr. Paul Kyrle, haben wir als Dank für die kostenfreie Besichtigung einige Kärntner Lieder gesungen.

    Die nachfolgende Führung im Büchsenmacher- und Jagdmuseum im Schloss Ferlach weckte in uns Hungergefühle, die wir dann in unserem Quartier, dem Jugendgästehaus Klagenfurt, nach unserem Einchecken stillen konnten. Auf unsere Einladung hin besuchte uns im Jugendgästehaus der Chor der Kärntner Landsmannschaft Klagenfurt, mit dem wir gemeinsam einen sangesfreudigen, heiteren und betont freundschaftlichen Abend erleben und genießen durften.

    Am nächsten Tag nach dem Frühstück fuhren wir nach Viktring. Dem dortigen Pfarrer hat im Vorfeld unser Obmann angeboten, dass wir im Rahmen unseres Ausflugs in der Stiftskirche das Sonntags-Hochamt gesanglich umrahmen könnten und zwar mit unserem Chor (Ltg. Daniela Glantschnig) gemeinsam mit unserem Männer-Sextett (Ltg. Peter Gugganig). Der Stiftspfarrer, Hans Koschat, hat unser Angebot zum Anlass genommen, langjährige Ehe-Jubelpaare zu einer Segensfeier einzuladen, weil er mit unserem Auftritt den Jubelpaaren ein besonderes Fest bieten wollte. Dieses Angebot, etwas Besonderes zu bieten, ist ihm voll aufgegangen, weil von allen Seiten begeisterte Rückmeldungen kamen und nicht wenige berichteten, dass sie bei unserem Gesang, speziell bei den Liedern vom Männer-Sextett feuchte Augen bekommen haben. Diese Lieder gingen in „Herz und Seele“ wie dies einmal Rolando Villazon über die Musik Mozarts anmerkte.

    Nach unserem Auftritt wurden wir vom Stiftspfarrer vor der Kirche gemeinsam mit den Jubelpaaren zum Sektempfang eingeladen. Anschließend fuhren wir nach Ludmannsdorf zum Restaurant Ogris; dort haben wir vorzüglich gespeist. Hernach ging es weiter zum Schloss Rosegg, wo wir im Schlosspark lustwandeln und auf der Park-Terrasse uns sonnen und den Kaffee genießen konnten.

    Entsprechend dem Reiseplan fuhren wir weiter nach Rennweg und dort auf einer schmalen abenteuerlich anmutenden Straße ins Pöllatal . Am Ende dieser Straße stiegen wir um auf die Tschu-Tschu-Bahn, die uns fast zur Kochlöffelhütte führte; eine Wegstrecke von 10 Minuten mussten wir zu Fuß zurücklegen, was aufgrund der Ansteigung kurz vor der Hütte nicht für alle ganz unbeschwerlich war. Dort aber warteten als Belohnung riesige kalte Platten auf uns.

    Voll gesättigt ging es dann heimwärts. Im Bus war es mäuschenstill, man durfte annehmen, dass das Sattsein auch wohlig müde macht. So war die Busfahrt für die meisten kurzweilig, auch deshalb, weil der Bus so einschläfernd leise fuhr und unser Busfahrer mit seiner angenehmen Fahrweise viel zu unserem Wohlbefinden und zu unserer Sicherheit beigetragen hat.

    Vielleicht etwas theatralisch, aber durchaus stimmig lässt sich unser Ausflug mit den Worten Franz Grillparzers resümieren: „Monde und Jahre vergehen, aber schöne Momente leuchten das Leben hindurch“.

  • SeniorInnenausflug 2024

    Am 9. Juli konnte bei schönstem Wetter unser Seniorenausflug ins Berchtesgadenerland stattfinden. Die Fahrt führte uns nach Berchtesgaden, wo wir mit dem Schiff nach St. Bartholomä unter sachkundiger und humorvoller Erklärung des Schiffsbegleiters gefahren sind. Nach einem Rundgang bei St. Bartholomä konnten wir die imposante und gleichzeitig beschauliche Gegend bei der Rückfahrt mit dem Schiff auf uns wirken lassen. Dann führte uns die Fahrt über Ramsau und der Deutschen Alpenstraße zum Berggasthof „Zipfhäusl“, wo wir auf der schönen Terrasse des herrlich gelegenen Gasthofes vortrefflich gespeist haben. Anschließend führte uns die Tour weiter über Teisendorf nach Rückstetten. Dort konnten wir eine romantisch angelegte Gartenschau mit einer interessanten Kunstgalerie mit kunstvollen Tonskulpturen inmitten von prächtigen Blumenarten bestaunen. Nach dieser lohnenswerten Besichtigung kamen wir entsprechend unseres Reiseplanes nach Höglwörth und machten uns im schattigen Garten des Klosterwirts gemütlich. Nach Besichtigung der schönen Rokokokirche mit großartigem Barockaltar in der Klosterkirche fuhren wir beeindruckt von den vielen schönen Landschaftsbildern, von dem, was wir alles zu sehen bekamen, und von unseren netten Begegnungen zueinander zufrieden nach Hause.

  • Kärntner Sommerfest 2024

    7. Juli. An diesem Tag hatten wir nicht nur ein volles Programm, sondern auch ein volles Haus:
    Zunächst hat eine Abordnung unseres Chores mit unserer Chorleiterin beim 60sten Geburtstag einer Salzburgerin mit Kärntner Wurzeln gesungen. Angehörige und Freunde haben es so organisiert, dass unser Kommen eine Überraschung für die Jubilarin sein sollte und das ist voll gelungen. Geplant hatten wir einige Lieder – als aber Peter Gugganig als Solist das Lied „I hab die gern“ stimmungsvoll und berührend ertönen ließ, da kamen bei den Anwesenden nach und nach Freudentränen auf. Plötzlich war der gebannte Überraschungsmoment wie weggeschmolzen, wonach wir mehr Lieder zum Besten gegeben haben. Sowohl für die Geburtstagsgesellschaft als auch für uns war dann das Abschiednehmen zögerlich, da die Geburtstagsgesellschaft uns einladen wollte und wir die aufgekommene Herzlichkeit so echt erlebten, weshalb wir sie noch gern länger genossen hätten.
    Wenige Stunden später begann unser Sommerfest mit zwei Anlässen: unser Bildstöckl besteht seit 25 Jahren und unser Chor besteht als Gemischter Chor seit 20 Jahren.
    Für das Bildstöckl-Jubiläum planten wir eine Segensfeier vor dem Bildstock, jedoch aufgrund des Regens fand diese im Lainerhofsaal statt, die von Prälat Monsignore Dr. Hans-Walter Vavrovsky erbauend gestaltet wurde. Anschließend begann unser Sommerfest mit Gesang, Musik, Tanz verbunden mit Würstel, belegten Broten sowie Kuchen unserer bewährten Zuckerbäckerinnen. Für die Musik sorgte der Einmann-Musiker Franz Wöginger, der es verstand, mit seinen Klängen und Liedpräsentationen die Anwesenden mehr und mehr zum Tanzen zu motivieren. Und unserer Gundi Guggenberger gelang es wieder vortrefflich, nicht nur für das leibliche Wohl auf bekömmliche Weise ergiebig und schmackhaft zu sorgen, sondern auch einen sommerlichen Tischschmuck bereitzustellen, was allseits mit viel Lob quittiert wurde. Mit unserer Chorleiterin Daniela Glantschnig haben wir uns mit bekannten Kärntner Liedern in die Herzen der Anwesenden gesungen. Im weiteren Verlauf des Sommerfestes hat mit uns Günther Glantschnig hauptsächlich ursprüngliche Kärntner Lieder zur Freude aller vorgetragen. Sehr erfreulich war, dass zwei Obleute mit Abordnungen ihrer Vereine an unserem Sommerfest teilgenommen haben. Eine große Überraschung war, dass wir an diesem Tag volles Haus hatten – leider auch mit einem Bedauern: Nicht wenige Besucher schauten herein und sahen, dass alle Plätze belegt waren und sind dann wieder weggegangen. Mit so viel Zuspruch hatten wir nicht gerechnet. Wir werden eben bekannter und beliebter. Das hat viel mit unseren Liedern, aber auch mit unseren SängernInnen zu tun, weil sich alle Chormitglieder so kontaktfreudig und bedürfnisorientierend um unsere Besucher bemüht haben. Dabei sind viele freundschaftliche Begegnungen und Gespräche möglich geworden. Besonders hervorzuheben sind neben unseren Chorleitern wichtige Vereinsstützen wie die Ehepaare Guggenberger, Santner, Gugganig und Gritsch, Gabi Wieser-Fuchs mit Partner Manfred Mooslechner, Anita Schönauer mit Partner Ernst Karl, sowie unsere früheren Obleute Monika Gugganig und Viktor Leitgeb, die mit ihrem gewinnenden Zugehen auf Gäste viel beigetragen und auch viel positives Echo geerntet haben. Vier Besucher hatten gleich um Aufnahme in unseren Verein gebeten. Das war ein Fest.