Mitgestaltung am Herbstkonzert des MGV St. Andrä im Lavanttal

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Zum diesjährigen Herbstkonzert des MGV St. Andrä am 3. Oktober sind wir als Gastchor zur Mitwirkung eingeladen worden. Diese Einladung haben wir gerne angenommen, weil sie uns als willkommene Quelle unserer eigenen Lebensfreude schien. Mit zwei Kleinbussen sind wir erwartungsvoll ins Lavanttal gefahren. Unsere zwischenzeitliche Chorleiterin Anita Obersteiner wählte für unseren Auftritt nicht ausschließlich Kärntner Lieder aus, was sich in das Gesamtprogramm bestens einfügte, da die St. Andräer auch internationale Lieder präsentierten. Es hieß auch der Untertitel des Herbstkonzertes: „Musik erfüllt die Welt“. Und es ist ja auch eine Aufgabe der Musik, der Welt, in der wir leben, einen neuen Klang zu schenken. Und Musik will nicht nur etwas zum Erklingen bringen, sondern sie soll auch als ein Appell verstanden werden, die Menschen in der Welt miteinander in Einklang zu bringen. Dieses Ziel ist an diesem Abend besonders nach dem Hauptprogramm voll aufgegangen. Denn wir standen im Foyer des Stadtsaales mit uns bislang unbekannten Sängerinnen und Sängern aus der Region zwei Stunden lang im Kreis beieinander und haben ohne Unterbrechung ein Lied nach dem anderen angestimmt und alle Beteiligten haben bei voller Kenntnis der Texte und der Melodien mit einer Hellauf-Begeisterung mitgesungen. Das war Einklang pur! Mit der Draufgabe: Freude bei allen – nicht nur bei den SängernInnen, sondern auch bei den umstehenden Zuhörern.

Eine Reihe der beteiligten SängerInnen äußerten hernach die Absicht zu uns nach Salzburg zum Weitersingen kommen zu wollen und der MGV St. Andrä deponierte die Erwartung auf eine Gegeneinladung von uns nach Salzburg; zudem wurden wir vom MGV St. Andrä für unsere Mitwirkung reich beschenkt.

Um Mitternacht mussten wir an die vom Veranstalter erwartete Nachtruhe denken. Wir nächtigten wohlfein in St. Paul.

Tags darauf organisierte unser Obmann für uns eine Führung im „Schatzhaus Kärntens“ im ehrwürdigen Benediktinerstift St. Paul. Schätze aus aller Herren Länder geben hier einen Einblick in die Frömmigkeit der Menschen, die sich den Herausforderungen ihrer Zeit zu stellen hatten. Prächtige Handschriften, die älteste aus dem 5. Jahrhundert, halten Szenen dieses Geschehens fest und dokumentieren das Ringen der Generationen um die Freiheit des Wissens und des Geistes. In ihnen liegt manches Geheimnis verborgen. Gold, Silber und Edelsteine sind nicht nur Ausdruck des Wohlstandes, sondern auch der großen Achtung vor der Schöpfung. Diese Ausstellung verdient zu Recht das Prädikat „Schatzhaus Kärntens“.

Unsere Sanges-Fahrt ins Lavanttal war ein großartiges sängerisches sowie auch ein kunstgenießerisches Erlebnis, das von beispielhaftem Einklang untereinander geprägt war.

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